Kurs der Studienstiftung des deutschen Volkes zu Besuch am IPN

Einen Tag nach der Veröffentlichung der Ergebnisse aus der PISA-Erhebung 2025 erhielten wir am IPN Besuch von siebzehn Stipendiatinnen und Stipendiaten der Studienstiftung des deutschen Volkes. Im Mittelpunkt des Austauschs standen methodische Grundlagen der internationalen Bildungsvergleichsstudie und die in den 25 Jahren seit ihrer ersten Durchführung erzielten Ergebnisse, außerdem bislang unveröffentlichte Befunde aus einer in Deutschland durchgeführten Zusatzuntersuchung. Die daran anknüpfenden Diskussionen darüber, welche Schlussfolgerungen sich aus den Ergebnissen ziehen lassen und welche Maßnahmen nun folgen sollten, zeigten schnell, weshalb die jungen Menschen von der Studienstiftung gefördert werden.

Gruppenfoto des Besuchs und Prof. Dr. Horbach, Prof. Dr. Köller, Prof. Dr. Lüdtke und Dr. Kerstin Schütte

Ihr Besuch am IPN fand im Rahmen eines Kurses einer Sommerakademie in Koppelsberg statt. Geleitet von Prof. Dr. Larissa Zierow von der ESB Business School der Hochschule Reutlingen und Prof. Dr. Nikki Shure vom University College London haben sie sich darin intensiv mit der bildungsökonomischen Perspektive auf Bildung auseinandergesetzt.

Die Exkursion nach Kiel bot Gelegenheit, das IPN kennenzulernen und mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Instituts ins Gespräch zu kommen. Dank vieler differenzierter Fragen und Anmerkungen der Stipendiatinnen und Stipendiaten entwickelte sich schnell ein lebendiger und anregender Austausch.

Stipendiat*innen
Andrea Horbach, Olaf Köller und Oliver Lüdtke
Stipendiat*innen
Prof. Dr. Larissa Zierow von der ESB Business School der Hochschule Reutlingen und Prof. Dr. Nikki Shure vom University College London

Zum Auftakt gab Prof. Dr. Olaf Köller einen Überblick über Struktur und Arbeit des Instituts und ordnete anschließend die Ergebnisse von PISA 2025 ein. Prof. Dr. Andrea Horbach legte den Schwerpunkt ihres Impulsvortrags auf Interaktionen von Schülerinnen und Schülern mit einem Chatbot bei der Aufgabenbearbeitung, und zeigte welche unterschiedlichen Formen der KI-Nutzung beobachtet werden können und welche Fragen sich daraus für die Bildungsforschung ergeben. Dabei ging es vorwiegend um die Frage, wie KI gestaltet sein muss, damit sie Lernprozesse unterstützt und Motivation fördert. Prof. Dr. Oliver Lüdtke gab schließlich Einblicke, wie komplex einerseits das Erhebungsverfahren und andererseits die Auswertung von großen Vergleichsstudien wie PISA sind. Auch erläuterte er, wie bei solchen Studien mit verschiedenen Herausforderungen umgegangen wird.

Wir danken der Gruppe herzlich für den Besuch und den anregenden Austausch!