Schüler machen Fehler – aber woran lässt sich erkennen, ob dahinter ein systematischer Fehler steckt oder nur eine Flüchtigkeit?
Diese Folge von „Evidenz trifft Schule“ geht der Frage auf den Grund, wie sich Schülerfehler im Mathematikunterricht gezielt diagnostizieren lassen. Am Beispiel des Vergleichs von Dezimalbrüchen zeigt Prof. Dr. Daniel Sommerhoff, warum einzelne Aufgaben nicht ausreichen, um die Ursache einer falschen Lösung zu erkennen. Erst durch die gezielte Kombination mehrerer Aufgaben mit hohem diagnostischem Potenzial lassen sich mögliche Fehlstrategien systematisch identifizieren.
Der Impuls für den Unterricht: Bereits bei der Aufgabenplanung verschiedene mögliche Fehler und Fehlstrategien mitdenken und Aufgaben gezielt danach auswählen, welche diagnostischen Informationen sie liefern können.
Weiterführende Publikationen
- Praetorius, A.-K., & Südkamp, A. (2017). Eine Einführung in das Thema der diagnostischen Kompetenz von Lehrkräften. In A. Südkamp & A.-K. Praetorius (Hrsg.), Diagnostische Kompetenz von Lehrkräften. Theoretische und methodische Weiterentwicklungen (S. 13–18). Waxmann.
- Rieu, A., Leuders, T., & Loibl, K. (2024). Urteilsverzerrungen beim Diagnostizieren von Fehlkonzepten bei Dezimalbrüchen. Journal für Mathematik-Didaktik, 45(1). https://doi.org/10.1007/s13138-024-00231-x
- Zimmermann, F., Möller, J., & Riecke-Baulecke, T. (2019). Basiswissen Lehrerbildung: Schulische Diagnostik und Leistungsbeurteilung. Friedrich Verlag
Weiterführende Links
- Materialien zum Inhaltsbereich Brüche, Prozente und Dezimalzahlen von Mathe Sicher Können: https://mathe-sicher-koennen.dzlm.de/material-sek/brueche-prozente-und-dezimalzahlen




