Längsschnittskalierung der Tests zur Überprüfung des Erreichens der Bildungsstandards der Sekundarstufe I im PISA-Längsschnitt 2012/2013
Artikel in Fachzeitschrift › Forschung › begutachtet
Publikationsdaten
| Von | Gabriel Nagy, Nicole Haag, Oliver Lüdtke, Olaf Köller |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erschienen in | Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 20(Suppl. 2) |
| Seiten | 259-286 |
| Herausgeber (Verlag) | VS Verlag fur Sozialwissenschaften |
| ISSN | 1434-663X, 1862-5215 |
| DOI/Link | https://doi.org/10.1007/s11618-017-0755-1 |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht – 06.2017 |
| Keywords | Leistungszuwächse, Nicht-balancierte Testdesigns, PISA-Studie, Item Response Theorie |
Der vorliegende Beitrag widmet sich der Skalierung der in der PISA-Längsschnittstudie 2012/2013 verwendeten Tests zur Überprüfung des Erreichens der Bildungsstandards für den Mittleren Schulabschluss. Vorgestellt werden Analysen zur Übereinstimmung der im Rahmen der Retesterhebung geschätzten Itemparameter mit den in der Ländervergleichsstudie 2012 kalibrierten Parametern sowie die Schätzung individueller Kompetenzniveaus. Darüber hinaus werden Analysen zu den Konsequenzen des in der Retesterhebung verwendeten nicht-balancierten Testdesigns vorgestellt. Es zeigte sich, dass die ermittelten Itemparameter sowohl in gymnasialen als auch in nichtgymnasialen Schulformen eine sehr hohe Übereinstimmung mit den bereits kalibrierten Parametern aufwiesen. Die mittels der Plausible-Value-Technik geschätzten Kompetenzniveaus indizierten sowohl für nichtgymnasiale als auch für gymnasiale Schulformen mit wenigen Ausnahmen Kompetenzzuwächse im Laufe des 10. Schuljahres. Weiterführende Analysen deuteten jedoch drauf hin, dass aufgrund des am zweiten Erhebungszeitpunkt nicht-balancierten Testdesigns mit Verzerrungen bei der Zuwachsschätzung zu rechnen ist. Implikationen der Befunde für die Auswertungen der Leistungszuwächse werden diskutiert.