Expert*innenkommission legt Abschlussbericht zum Kinder- und Jugendschutz vor
Livestream der Abschlusskonferenz am 11. September

Die unabhängige Expert*innenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ veröffentlicht am 11. September 2026 ihren Abschlussbericht. Bundesfamilienministerin Karin Prien hat die Kommission im September 2025 berufen, um Empfehlungen für einen wirksamen und zeitgemäßen Kinder- und Jugendmedienschutz zu erarbeiten.
Den Vorsitz der Kommission hat Prof. Dr. Olaf Köller, Geschäftsführender Wissenschaftlicher Direktor des IPN, gemeinsam mit Nadine Schön, ehemalige Bundestagsabgeordnete (CDU) mit den Schwerpunkten Jugend-, Bildungs- und Digitalpolitik, inne.
Am 11. September 2026 wird Bundesfamilienministerin Karin Prien den Abschlussbericht der Kommission entgegennehmen. Bei der anschließenden Abschlusskonferenz in Berlin kommen rund 250 Gäste aus Politik, Zivilgesellschaft und Forschung sowie Jugendliche zusammen, um zentrale Ergebnisse und Handlungsempfehlungen der Kommission zu diskutieren.
Die Abschlusskonferenz kann am 11. September von 9:30 bis 15:30 Uhr im Livestream verfolgt werden: https://youtube.com/live/SfSICsmFeek?feature=share
Von der Bestandsaufnahme zum Abschlussbericht

Die 18 Expert*innen der Kommission kommen aus unterschiedlichen Fachrichtungen – darunter Rechtswissenschaft, Medizin, Psychologie, Kriminologie, Pädagogik und Bildungsforschung. Gemeinsam haben sie die aktuellen Herausforderungen des Kinder- und Jugendmedienschutzes untersucht und Handlungsempfehlungen für einen zeitgemäßen Schutz junger Menschen in der digitalen Welt entwickelt.
Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit war die Perspektive von Kindern und Jugendlichen. In Workshops konnten junge Menschen ihre Erfahrungen, digitalen Nutzungsgewohnheiten und Bedarfe einbringen. Ergänzend hat die Kommission in Hearings Fachwissen aus Wissenschaft und Praxis zusammengetragen.
Auf eine umfassende Bestandsaufnahme folgte die Entwicklung konkreter Handlungsempfehlungen. Diese bilden die Grundlage für den nun vorliegenden Abschlussbericht.
Abschlusskonferenz mit fünf Panels
„Die Jugendlichen stimmen mit den Einschätzungen der Kommissionsmitglieder weitgehend darin überein: Es braucht mehr Schutz, mehr Teilhabe und mehr Kompetenzen, damit junge Menschen die digitale Welt sicher und selbstbestimmt nutzen können“
Prof. Dr. Olaf Köller
Im Mittelpunkt der Abschlussveranstaltung stehen die Ergebnisse der Kommission und ihre Bedeutung für den zukünftigen Kinder- und Jugendmedienschutz. Nach einem Impuls von Bundesfamilienministerin Karin Prien sprechen die Ministerin, Nadine Schön und Olaf Köller über die Arbeit und Empfehlungen der Kommission.
„Die Jugendlichen stimmen mit den Einschätzungen der Kommissionsmitglieder weitgehend darin überein: Es braucht mehr Schutz, mehr Teilhabe und mehr Kompetenzen, damit junge Menschen die digitale Welt sicher und selbstbestimmt nutzen können“, sagt Prof. Dr. Olaf Köller.
Anschließend widmen sich fünf Panels den Herausforderungen und Chancen digitaler Mediennutzung mit Fokus auf die unterschiedlichen Altersphasen – von der frühen Kindheit über das Jugendalter bis zum Übergang ins Erwachsenenleben ab 18 Jahren. Dabei kommen Perspektiven aus Wissenschaft und Praxis ebenso zu Wort wie die von Jugendlichen selbst.
Weitere Informationen:
Die Ergebnisse des Beteiligungsprozesses von Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 18 Jahren zu ihre Erfahrungen, Einschätzungen und Forderungen zum digitalen Aufwachsen: https://www.bmbfsfj.bund.de/bmbfsfj/was-kinder-und-jugendliche-von-der-digitalen-welt-erwarten-293952