Drei Silber- und eine Bronzemedaille für Deutschland bei der Internationalen BiologieOlympiade

Mit einem hervorragenden Ergebnis kehrte das deutsche Team von der 37. Internationalen BiologieOlympiade (IBO) zurück, die vom 12. bis 19. Juli 2026 in Vilnius (Litauen) stattfand. Die vier deutschen Teilnehmenden gewannen insgesamt drei Silber- und eine Bronzemedaille und bestätigten damit erneut die Leistungsfähigkeit der biologischen Nachwuchstalente in Deutschland.

Marie Lautenschlager, Verena Hieber (beide Bayern), Lilia Dieterlen (Sachsen) und Gregor Schneider (Niedersachsen) mit ihren Medaillen.

Marie Lautenschlager, Verena Hieber (beide Bayern), Lilia Dieterlen (Sachsen) und Gregor Schneider (Niedersachsen) hatten sich zuvor im vierstufigen Auswahlverfahren gegen rund 1.200 Schülerinnen und Schüler durchgesetzt und im Mai für das deutsche Nationalteam qualifiziert.

Vor dem internationalen Wettbewerb bereitete sich das Team gemeinsam mit der Schweizer Delegation bei einem einwöchigen Trainingsseminar in den Schweizer Alpen auf die Olympiade vor. In Theorieeinheiten und Laborpraktika vertieften die Teilnehmenden ihr Wissen unter anderem in Molekularbiologie, Mikroskopie, Physiologie, Botanik, Statistik und Bioinformatik. Eine Exkursion zum Aletsch-Gletscher vermittelte darüber hinaus eindrucksvolle Einblicke in die Auswirkungen des Klimawandels auf den Alpenraum.

An der Internationalen BiologieOlympiade nahmen in diesem Jahr mehr als 300 Schüler*innen aus 81 Ländern teil. Sie absolvierten zwei theoretische und vier praktische Klausuren, die ein breites Spektrum moderner biologischer Forschung abdeckten – von computergestützter Pflanzenbiologie über Tiermorphologie und Tierphysiologie bis hin zu molekularbiologischen und biochemischen Methoden. Die Aufgaben überzeugten durch ihre hohe wissenschaftliche Qualität und die professionelle Organisation vor Ort.

Neben den Wettbewerben bot die IBO zahlreiche Möglichkeiten zum internationalen Austausch. Bei Exkursionen, kulturellen Veranstaltungen und gemeinsamen Freizeitaktivitäten lernten die Teilnehmenden das Gastgeberland Litauen kennen, knüpften Kontakte zu gleichaltrigen Biologietalenten aus aller Welt und sammelten Erfahrungen der internationalen Zusammenarbeit, die weit über den Wettbewerb hinausreichen.

Bei der feierlichen Abschlusszeremonie wurden die Leistungen aller Medaillengewinner*innen gewürdigt. Das deutsche Team durfte sich über folgende Auszeichnungen freuen: Lilia Dieterlen wurde mit einer Bronzemedaille ausgezeichnet, Marie Lautenschlager, Verena Hieber und Gregor Schneider erhielten eine Silbermedaille.

Begleitet wurden die Teilnehmenden von der deutschen Jury bestehend aus Dr. Annabel Maisl (IPN Kiel), PD Dr. Christiane Mühle, Dr. Jan Krieghoff und Lucia Winkler und Christoph Doktor, deren Aufgabe in der fachlichen Prüfung, Diskussion und Übersetzung der Wettbewerbsaufgaben bestand. Dank der ausgezeichneten Vorbereitung durch das Scientific Committee der litauischen Organisatoren und der internationalen Aufgabenkommission – an der Deutschland durch Christiane Mühle vertreten war – konnten die Jurysitzungen besonders effizient durchgeführt werden.

Die BiologieOlympiade in Deutschland wird vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) in Kiel im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) sowie in Zusammenarbeit mit den Kultusministerien der Länder organisiert. Unterstützt wird die deutsche BiologieOlympiade unter anderem vom Förderverein der BiologieOlympiade e. V., der Schweizer BiologieOlympiade und dem Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO), denen für ihr langjähriges Engagement und die Zusammenarbeit herzlich gedankt wird.

Weitere Informationen gibt es unter www.biologieolympiade.info

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