Welche Studierenden sind im ersten Semester erfolgreich?: Zur Rolle von Selbsterklärungen beim Mathematiklernen in der Studieneingangsphase
Artikel in Fachzeitschrift › Forschung › begutachtet
Publikationsdaten
| Von | Stefanie Rach, Aiso Heinze |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erschienen in | Journal für Mathematik-Didaktik, 34(1) |
| Seiten | 121-147 |
| Herausgeber (Verlag) | Springer |
| ISSN | 0173-5322, 1869-2699 |
| DOI/Link | https://doi.org/10.1007/s13138-012-0049-3 |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht – 02.2013 |
| Keywords | Lernermerkmale, Studieneingangsphase, Lernstrategien, C35, Selbsterklärungen, C25 |
Viele Studierende brechen ihr Studium im Fach Mathematik bereits im Verlauf des ersten Studienjahres ab. Als Gründe für die hohe Abbruchquote werden neben dem unterschiedlichen Charakter der Mathematik auch die unterschiedlichen Lernkulturen in der Schule und im Studium diskutiert. In diesem Beitrag werden Ergebnisse einer empirischen Studie vorgestellt, bei der u. a. die Rolle von individuellen Lernstrategien von 104 Mathematikstudierenden im ersten Semester untersucht wird. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass insbesondere die Entwicklung von Selbsterklärungsaktivitäten in Phasen des Selbststudiums einen bedeutsamen Einfluss auf die Entwicklung des Interesses an Mathematik, des mathematikbezogenen Selbstkonzeptes sowie auf den Studienerfolg im ersten Semester zeigt. Auffällig ist dabei, dass der Einsatz von Selbsterklärungsaktivitäten während des Selbststudiums keinen signifikanten Zusammenhang zu zentralen kognitiven und affektiven Lernvoraussetzungen zu Studienbeginn aufweist. Diese Lernstrategie kommt bei den erfolgreicheren Studierenden somit vermutlich in den ersten Studienwochen als Anpassung an die akademische Lernkultur zum Tragen. Auf Basis der Ergebnisse werden Ansätze für Unterstützungsmaßnahmen für die Studieneingangsphase diskutiert.