Learning Progressions

Beitrag in SammelwerkLehre

Publikationsdaten


VonSascha Bernholt, Knut Neumann, Elke Sumfleth
OriginalspracheDeutsch
Erschienen inDirk Krüger, Ilka Parchmann, Horst Schecker (Hrsg.), Theorien in der naturwissenschaftsdidaktischen Forschung
Seiten209–225
Herausgeber (Verlag)Springer Spektrum
ISBN978-3-662-56319-9, 978-3-662-56320-5
DOI/Linkhttps://doi.org/10.1007/978-3-662-56320-5_13
PublikationsstatusVeröffentlicht – 2018

Fachspezifische Modelle des Lehrens und Lernens bilden die Grundlage für die Gestaltung wirksamer Lernumgebungen. Die Entwicklung derartiger Modelle wurde in der Naturwissenschaftsdidaktik zum einen durch die Anwendung allgemein lernpsychologischer Modelle auf fachliche Inhalte geprägt, zum anderen jedoch auch durch Erkenntnisse zu Schülervorstellungen und Alltagserfahrungen, die fachliches Lernen nachhaltig beeinflussen. Auch die Kompetenzforschung hat die Notwendigkeit kumulativen Lernens für komplexe Konstrukte wie bspw. physikalische Kompetenz hervorgehoben, jedoch bis heute kaum Erkenntnisse dazu angeboten, wie entsprechendes Lernen und damit Kompetenzentwicklung zu erreichen ist. Neuere Arbeiten im Rahmen des insbesondere in den USA populären Ansatzes der Learning Progressions zielen darauf ab, einerseits Lernen über einen längerfristigen Zeitraum (bspw. über mehrere Schuljahre) zu beschreiben und gleichzeitig auszuweisen, wie sowohl Instruktionsmaßnahmen aussehen können, die dieses Lernen befördern, als auch wie der Lernerfolg diagnostiziert werden kann. Die Integration dieser drei Facetten Curriculum, Instruktion und Assessment soll kumulatives Lernen im Sinne einer systematischen Kompetenzentwicklung ermöglichen.