Diagnostik im und für den Mathematikunterricht

Beitrag in SammelwerkLehre

Publikationsdaten


VonAiso Heinze
OriginalspracheDeutsch
Erschienen inFriederike Zimmermann, Jens Möller, Thomas Riecke-Baulecke (Hrsg.), Basiswissen Lehrerbildung: Schulische Diagnostik und Leistungsbeurteilung
Seiten69-83
Herausgeber (Verlag)Klett Kallmeyer
ISBN978-3-7727-1312-5
PublikationsstatusVeröffentlicht – 11.2019

Die Diagnostik im Fach Mathematik dient der Erfassung von mathematischen

Kompetenzständen oder anderen mathematikspezifischen Charakteristika der

Schüler(innen), die es Lernenden, Eltern, Lehrkräften oder auch der Bildungsadministration erlauben, Lehr- und Lernprozesse zu optimieren. Hilfreich sind vor allem Diagnoseverfahren, die die Möglichkeit der kriteriengeleiteten Einordnung der Diagnoseergebnisse bieten und damit die subjektive Wahrnehmung der Mathematiklehrkraft ergänzen können. Die Wahl des diagnostischen Verfahrens hängt dabei von dem konkreten Zweck der Diagnostik ab, d. h. auf welche Weise am Ende Lehr- oder Lernprozesse verbessert werden sollen. Entsprechende Diagnoseverfahren variieren dabei in ihren Zielen zwischen einer Lernstanddiagnostik und einer für kürzere oder längere Zeiträume vorgesehenen Lernverlaufsdiagnostik. Für das Fach Mathematik liegen diverse diagnostische Verfahren vor, die vor dem Hintergrund verschiedener Modelle und Ansätze entwickelt wurden. Einige dieser Verfahren dienen der Identifikation von Schüler(inne)n mit spezifischem Förderbedarf (z.B. im Falle von Rechenschwäche), andere sind in Förderprogramme eingebettet und mit Vorschlägen zur individuellen Förderung verbunden. In diesem Beitrag werden verschiedene Diagnoseverfahren für unterschiedliche Zielsetzungen vorgestellt und exemplarisch durch konkrete Beispiele illustriert.