IPN beteiligt sich an neuer Bund-Länder-Initiative „Digitales Lehren und Lernen“

Die Bund-Länder-Initiative „Digitales Lehren und Lernen“ fördert bis Ende 2030 die evidenzbasierte und nachhaltige Transformation der digitalisierungsbezogenen Lehrkräftebildung. Als Bestandteil des Digitalpakts 2.0 knüpft sie an die Erfahrungen des Kompetenzverbunds lernen:digital an. Die Vernetzungs- und Transferstelle, an der das IPN sich beteiligt, hat zum 1. Oktober 2026 ihre Arbeit aufgenommen.

Das Schulsystem steht vor der Aufgabe, Kinder und Jugendliche auf eine zunehmend digital geprägte Welt vorzubereiten. Eine zentrale Rolle spielen dabei Lehrkräfte und Schulleitungen. Ihre Professionalisierung ist entscheidend, um digitale Technologien sinnvoll für das Lehren und Lernen einzusetzen und den fachlichen Kompetenzerwerb der Schüler*innen zu fördern.

Mit der Bund-Länder-Initiative „Digitales Lehren und Lernen“ sollen deshalb innovative, wissenschaftlich fundierte Ansätze für die digitalisierungsbezogene Lehrkräftebildung entwickelt und nachhaltig in der Praxis verankert werden. Die Initiative ist Bestandteil des Digitalpakts 2.0 und wird über ihre gesamte Laufzeit bis Ende 2030 mit insgesamt 250 Millionen Euro gefördert.

Vernetzungs- und Transferstelle hat zum 1. Oktober 2026 ihre Arbeit aufgenommen

Die Vernetzungs- und Transferstelle führt die Arbeit des Kompetenzverbunds lernen:digital fort. Sie knüpft an die Erfahrungen und Strukturen der vergangenen dreieinhalb Jahre an, vernetzt Wissenschaft und Praxis und unterstützt den Transfer von Forschungsergebnissen in alle drei Phasen der Lehrkräftebildung. Die wissenschaftliche Leitung übernehmen Katharina Scheiter, Professorin für Digitale Bildung, und Dirk Richter, Professor für Erziehungswissenschaftliche Bildungsforschung, von der Universität Potsdam.

Weitere universitäre Mitglieder sind die Eberhard Karls Universität Tübingen, die Technische Universität München sowie die Universität Kassel. Als außeruniversitäre Forschungseinrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft beteiligen sich das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz-Zentrum für Lebenslanges Lernen (DIE), das DIPF | Leibniz-Institut für Bildungsforschung und Bildungsinformation, das IPN – Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik mit dem Deutschen Zentrum für Lehrkräftebildung Mathematik und das Leibniz-Institut für Wissensmedien (IWM). Das Forum Bildung Digitalisierung beteiligt sich als zivilgesellschaftlicher Partner an der Vernetzungs- und Transferstelle.

Ab Frühjahr 2027 starten sukzessive fünf thematische Kompetenzcluster. Sie widmen sich der Gestaltung digital gestützten Fachunterrichts, daten- und KI-gestütztem Lehren, digitaler Souveränität, Digital Leadership sowie der beruflichen Bildung. Ziel ist es, digitale Kompetenzen von Lehrkräften und Schulleitungen zu stärken und wissenschaftliche Erkenntnisse gemeinsam mit der Praxis für die digitale Schulentwicklung nutzbar zu machen.

Hintergrund

Die Vernetzungs- und Transferstelle wird vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der Bund-Länder-Initiative „Digitales Lehren und Lernen“ gefördert, die Bestandteil des Digitalpakt 2.0 ist, und aus Mitteln des Sondervermögens „Infrastruktur und Klimaneutralität" des Bundes finanziert.

Weitere Informationen zu den Aktivitäten des Kompetenzverbund lernen:digital und der Vernetzungs- und Transferstelle sowie den fünf Kompetenzclustern werden in den nächsten Monaten auf der überarbeiteten Website vorgestellt: https://lernen.digital