Bundesfinale der IJSO 2026 in Oldenburg
Beim Bundesfinale der International Junior Science Olympiad (IJSO) in Oldenburg haben sich sechs Schüler*innen für das deutsche Nationalteam qualifiziert. Im Dezember treten sie beim internationalen Wettbewerb in Sofia gegen rund 300 Jugendliche aus aller Welt an.
Vom 14. bis 18. September kamen 39 Schüler*innen im Alter von 11 bis 15 Jahren zur Finalrunde des deutschen Auswahlwettbewerbs der International Junior Science Olympiad (IJSO) an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg zusammen. Sie hatten sich zuvor unter rund 3.800 Teilnehmenden für das Bundesfinale qualifiziert.
Auf die Jugendlichen wartete ein anspruchsvolles Klausurprogramm mit zwei theoretischen und einer experimentellen Klausur. Die theoretischen Aufgaben deckten die Fächer Biologie, Chemie und Physik ab. Bei der experimentellen Klausur arbeiteten die Teilnehmenden in Dreier-Teams. Neben naturwissenschaftlichem Wissen und präziser Laborarbeit war dabei auch eine gute Zusammenarbeit gefragt.
Für Abwechslung sorgte ein Rahmenprogramm mit Spieleabenden und einem Ausflug in den Kletterwald in Hatten. Dabei blieb den Jugendlichen auch Zeit, Kontakte zu knüpfen und sich untereinander auszutauschen.
Fachvortrag zur Navigation von Zugvögeln
Den Abschluss der Finalwoche bildete die Preisverleihung in der Alten Stadtkasse Oldenburg. Kirsten Sonnemann, Leiterin des für Schülerwettbewerbe zuständigen Referats 53 im Niedersächsischen Kultusministerium, überbrachte Grüße von Kultusministerin Julia Willie Hamburg und dankte dem IPN für die Organisation der ScienceOlympiaden.
Ein besonderer Programmpunkt war der Fachvortrag von Prof. Dr. Henrik Mouritsen vom Institut für Biologie und Umweltwissenschaften der Universität Oldenburg. Unter dem Titel „Tiernavigation: Vom jugendlichen Vogelbeobachter zu Quantenvögeln“ nahm er die Jugendlichen mit auf seinen Weg vom Vogelbeobachter zum Wissenschaftler und auf die Suche nach der Frage, wie Zugvögel ihren Weg finden.
Mouritsen erläuterte, wie Jungvögel ihre Zugrouten finden, obwohl sie diese nicht von ihren Eltern erlernen. Den Bogen spannte er bis zu Cryptochrom-4-Molekülen, die durch lichtinduzierte quantenmechanische Prozesse eine Rolle bei der Orientierung von Vögeln am Erdmagnetfeld spielen.
Deutsches Nationalteam reist nach Sofia
Bei der Preisverleihung wurden sechs Teilnehmende für das deutsche Nationalteam nominiert: Bhuvan Chalamala und Rishi Kumar aus Dresden, Devang Nellooli aus Regensburg, Julius Reuken aus Jena, Lukas Zhang aus Karlsruhe und Valentin Kusch aus Cottbus.
Anfang Dezember treten sie beim internationalen Wettbewerb in Sofia gegen rund 300 naturwissenschaftlich begeisterte Jugendliche aus etwa 50 Ländern an. Bis dahin steht für das Nationalteam noch ein intensives Trainingsprogramm auf dem Plan.

Hintergrund der IJSO
Die Internationale JuniorScienceOlympiade (IJSO) ist ein bundesweiter Schülerwettbewerb, der fächerübergreifend naturwissenschaftliche Nachwuchsförderung ab Klasse 5 bietet. Die Altersgrenze liegt bei 15 Jahren. Das nationale Auswahlverfahren, das vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) in Kiel durchgeführt wird, erstreckt sich über vier Runden, von denen die vierte im Rahmen einer einwöchigen Veranstaltung auf Bundesebene stattfindet.
Am Ende stellen die bundesweit sechs besten Teilnehmerinnen und Teilnehmer die deutsche Nationalmannschaft. Der internationale Wettbewerb besteht aus zwei theoretischen und einer praktischen Prüfung im Team und umfasst Aufgaben aus den Fachbereichen Biologie, Chemie und Physik. Das nationale Auswahlverfahren wird von der Kultusministerkonferenz (KMK) empfohlen und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.
Kontakt
Dr. Stephanie Schmidt-Gattung; Tel. +49 431 880 4441; sekretariat@ijso.info