Zum Zusammenhang von Intelligenz und Urteilsgenauigkeit bei der Beurteilung von Schülerleistungen im Simulierten Klassenraum
Artikel in Fachzeitschrift › Forschung › begutachtet
Publikationsdaten
| Von | Johanna Kaiser, Friederike Helm, J. Retelsdorf, Anna Südkamp, Jens Möller |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erschienen in | Zeitschrift für Pädagogische Psychologie, 26(4) |
| Seiten | 251-261 |
| Herausgeber (Verlag) | Hogrefe Verlag |
| ISSN | 1010-0652, 1664-2910 |
| DOI/Link | https://doi.org/10.1024/1010-0652/a000076 |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht – 2012 |
In Studien zur diagnostischen Kompetenz zeigen sich häufig große Unterschiede in der Fähigkeit von Lehrkräften, Schülerleistungen akkurat einzuschätzen. Als ursächlich für diese Unterschiede werden unter anderem Merkmale der Lehrkräfte angenommen, wie z. B. ihre Berufserfahrung oder ihre Intelligenz. In zwei Studien wurde der Zusammenhang von Intelligenz und Urteilsgenauigkeit untersucht. Es wird angenommen, dass hohe kognitive Grundfähigkeiten mit hoher Urteilsgenauigkeit einhergehen. Die Urteilsgenauigkeit wurde mithilfe des Simulierten Klassenraums erhoben. Der Simulierte Klassenraum ist die Computersimulation einer Unterrichtssituation, in der experimentell manipulierte Leistungen von Schülern durch Probanden beurteilt werden. In Studie 1 mit N = 44 Lehramtsstudierenden zeigte sich ein positiver Zusammenhang zwischen deren Intelligenz und Urteilsgenauigkeit. Studie 2 mit N = 133 Lehramtsstudierenden bestätigte diesen Befund.