Wissenschaftskommunikation kollaborativ gestalten: Erfahrungen aus dem interdisziplinären Hochschulprojekt PopUp Science!

Beitrag in SammelwerkLehre

Publikationsdaten


VonCarolin Enzingmüller, Tom Duscher, Hinrich Schulenburg
OriginalspracheDeutsch
Erschienen inMirjam Braßler, Sebastian Lerch, Simone Brandstädter (Hrsg.), Interdisziplinarität in Forschung und Lehre gestalten: Bedingungen, Teamarbeit, Räume, Methoden. (Interdisziplinäre Lehre; Band 3)
Seiten173-192
Herausgeber (Verlag)wbv Media
ISBN9783763978908, 9783763978915
DOI/Linkhttps://doi.org/10.3278/9783763978915 (Open Access)
PublikationsstatusVeröffentlicht – 12.2025

Der Beitrag untersucht das Potenzial von kollaborativen Designprozessen an Hochschulen anhand einer Fallstudie des Lehrprojekts PopUp Science!. In diesem interdisziplinären Projekt entwickelten Masterstudierende gemeinsam mit Design-Expert:innen und Wissenschaftler:innen innovative Formate der Wissenschaftskommunikation. Design Thinking diente dabei als methodischer Rahmen, um Kreativität, Zielgruppenorientierung und iterative Entwicklungsprozesse zu fördern. Die Reflexion und Evaluation des Projekts zeigt: Kollaborative Designprozesse eröffnen wertvolle Lernräume, in

denen Fachgrenzen überwunden, neue Perspektiven eingenommen und gestalterische Kompetenzen mit hohem Anwendungsbezug weiterentwickelt werden können. Gleichzeitig bringt die interdisziplinäre Zusammenarbeit spezifische Herausforderungen mit sich – etwa im Hinblick auf Kommunikation, Prozessgestaltung, Abstimmungsprozesse, Feedbackkultur und die Balance zwischen wissenschaftlicher Genauigkeit und gestalterischer Offenheit. Aus den Erfahrungen der Fallstudie werden konkrete Empfehlungen für die Gestaltung solcher Lehrprojekte abgeleitet – etwa zur Projektplanung,

Prozessmoderation und Evaluation. Ebenso werden die institutionellen Implikationen solcher Ansätze für Hochschulen diskutiert, insbesondere im Kontext von Third Mission, Transferstrukturen und innovativen Lehrformaten an Hochschulen.