Wer kommt weiter?: Vorhersage der Qualifikation zur Internationalen Biologie- und Chemie-Olympiade auf Grundlage des Leistungsmotivations-Modells von Eccles
Artikel in Fachzeitschrift › Forschung › begutachtet
Publikationsdaten
| Von | Justine Stang, Detlef Urhahne, Sabine Nick, Ilka Parchmann |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erschienen in | Zeitschrift für Pädagogische Psychologie, 28(3) |
| Seiten | 105-114 |
| Herausgeber (Verlag) | Hogrefe Verlag |
| ISSN | 1010-0652, 1664-2910 |
| DOI/Link | https://doi.org/10.1024/1010-0652/a000127 |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht – 2014 |
Das Erwartungs-Wert-Modell der Leistungsmotivation von Eccles et al. (1983) wurde eingesetzt, um die Qualifikation von deutschen Teilnehmenden zur 4. Auswahlrunde der Internationalen Biologie- und Chemie-Olympiade (IBO/IChO) vorherzusagen.
Konkret sollten die prädiktive Stärke des Eccles-Modells getestet und qualifikationsförderliche Faktoren gefunden werden. Die Teilnehmenden
(nIBO = 43, 20 weiblich; nIChO = 44, 11 weiblich) füllten einen Fragebogen zur Messung der Modellvariablen aus und nahmen an einer Intelligenztestung teil. Zur Qualifikation für die vierte Runde absolvierten sie verschiedene fachspezifische Prüfungen. Insgesamt eignete sich das Eccles-Modell gut zur Qualifikationsvorhersage. IChO-Teilnehmende mit einer höheren Erfolgserwartung und IBOTeilnehmende mit mehr erlebter Langeweile im Schulunterricht qualifizierten sich eher für die vierte Runde. Proximale Modellvariablen erwiesen sich als bessere Prädiktoren als distale Variablen. Die Implikationen der Forschungsergebnisse werden diskutiert.