Welches Fachwissen brauchen Mathematiklehrkräfte der Sekundarstufe?
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Publikationsdaten
| Von | Anika Dreher, Anke Lindmeier, Aiso Heinze |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erschienen in | Stefan Halverscheid, Ina Kersten, Barbara Schmidt-Thieme (Hrsg.), Bedarfsgerechte fachmathematische Lehramtsausbildung: Zielsetzungen und Konzepte unter heterogenen Voraussetzungen. (Konzepte und Studien zur Hochschuldidaktik und Lehrerbildung Mathematik) |
| Seiten | 297–319 |
| Herausgeber (Verlag) | Springer Spektrum |
| ISBN | 978-3-658-34066-7, 978-3-658-34067-4 |
| DOI/Link | https://doi.org/10.1007/978-3-658-34067-4_17 |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht – 07.2022 |
Bereits seit Felix Klein sind die Probleme der Diskrepanz zwischen schulischer und akademischer Mathematik in der fachspezifischen Lehramtsausbildung bekannt. Insbesondere in der gymnasialen Lehramtsausbildung wird zumeist vertieftes akademisches Fachwissen vermittelt, dessen Schulrelevanz für angehende Lehrkräfte nicht immer deutlich wird und das in der Folge auch nicht für berufliche Anforderungen nutzbar gemacht werden kann. Die Frage, welches berufsspezifische Fachwissen Mathematiklehrkräfte im Lehramtsstudium erwerben sollten, ist auch bis heute nicht adäquat beantwortet. Wir schlagen vor, das akademische Fachwissen um das Konstrukt „schulbezogenes Fachwissen“ (school-related content knowledge, SRCK), das ein berufsspezifisches Fachwissen über Zusammenhänge zwischen akademischer und schulischer Mathematik beschreibt, zu ergänzen. Dieses Konstrukt umfasst drei Facetten: curriculares Wissen über die Struktur der Schulmathematik und Gründe dafür, Wissen über Zusammenhänge zwischen akademischer und schulischer Mathematik in Top-down- sowie in Bottom-up-Richtung. Empirische Ergebnisse zeigen, dass SRCK empirisch sowohl von akademischem Fachwissen als auch von fachdidaktischem Wissen trennbar ist und damit im Lehramtsstudium direkt adressiert werden sollte.