„Was dein Kind kann, kann meins schon lange!“: Effekte der sozialen Komposition von Grundschulklassen auf den Übergang

Artikel in FachzeitschriftForschungbegutachtet

Publikationsdaten


VonKatrin Lintorf, Karin Guill, Heike Wendt
OriginalspracheDeutsch
Erschienen inZeitschrift für Erziehungswissenschaft, 20(4)
Seiten711-727
Herausgeber (Verlag)Springer
ISSN1434-663X, 1862-5215
DOI/Linkhttps://doi.org/10.1007/s11618-017-0762-2
PublikationsstatusVeröffentlicht – 2017

Negative Effekte der leistungsbezogenen Klassenkomposition auf die Schulformempfehlung und -wahl sind vielfach nachgewiesen und theoretisch erklärbar. Dies gilt dagegen nicht für den interessanterweise gegenläufigen Effekt der sozialen Komposition. Der vorliegende Beitrag untersucht diesen Effekt auf die Schulformwahl. Angenommen wird, dass eine günstigere soziale Komposition und ein damit einhergehendes höheres Bildungsaspirationsniveau unter den Eltern eine positivere Einschätzung der Erfolgschancen des eigenen Kindes am Gymnasium bewirken sollte. Dies sollte die Wahrscheinlichkeit einer Wahl des Gymnasiums steigern. Die Untersuchung erfolgte auf Basis der TIMSS-IGLU-2011-Daten mittels pfadanalytischer Zwei-Ebenen-Modelle. Die Ergebnisse belegen einen positiven Effekt des mittleren sozioökonomischen Status‘ auf die Schulformwahl. Dieser wird teilweise über die individuelle Einschätzung der Erfolgschancen am Gymnasium vermittelt, wenngleich dieser indirekte Effekt eher klein ausfällt.