Wachsmottenlarven fressen Plastiktüten – Fake-News oder nicht?: Naturwissenschaftliche Überprüfung einer Sensationsmeldung
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Publikationsdaten
| Von | Klaus Ruppersberg, Lara Durchgraf, Arne Krämer |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erschienen in | Naturwissenschaften im Unterricht - Chemie, 29(165) |
| Seiten | 27-33 |
| Herausgeber (Verlag) | Friedrich Verlag |
| ISSN | 0946-2139, 0340-5479 |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht – 05.2018 |
Ende April 2017 berichteten Online-Magazine, Print-Medien, Youtube, Funk und Fernsehen über Wachsmottenlarven, die sich aus dem Plastikbeutel einer Hobby-Imkerin he-rausgefressen hatten. Das Besondere dabei: Die Wachsmottenlarven sollten nach dieser Beschreibung das in der Natur schwer abbaubare Polyethylen der Plastiktüte zu Ethylenglycol verdauen – einem gefragten Rohstoff der chemischen Industrie. Eine Lösung des globalen Plastikmüllproblems wäre in Sicht! Auch mehrere Wissenschaftler treten vor Fernsehkameras auf, in vielen Zeitungen und Zeitschriften erscheinen Artikel zum Thema. Vier Monate später werden die sensationellen Ergebnisse jedoch anzweifelt. Was ist nun wahr, was ist falsch?
Das Ziel dieses Artikels ist es, Schülerinnen und Schüler für das Thema „Recycling von Kunststoffen mit biologischen Mitteln“ (hier: Wachsmottenlarve) zu sensibilisieren und zu begeistern. Gleichzeitig sollen sie befähigt werden, Meldungen mit wissenschaftlichem Hintergrund auch kritisch zu hinterfragen und beim Auftauchen von Widersprüchen, wie im oben geschilderten Fall, in der Lage sein, sich mit Hilfe von selbst gesuchtem und / oder bereit gestelltem Material eine eigene Meinung zu bilden.