Voruniversitäre Mathematikleistungen vor und nach der Neuordnung der gymnasialen Oberstufe in Baden-Württemberg

Beitrag in SammelwerkForschungbegutachtet

Publikationsdaten


VonGabriel Nagy, Marko Neumann, Ulrich Trautwein, Oliver Lüdtke
OriginalspracheDeutsch
Erschienen inSchulleistungen von Abiturienten:: Die neu geordnete gymnasiale Oberstufe auf dem Prüfstand.
Seiten147-180
Herausgeber (Verlag)Springer VS
ISBN978-3-531-92037-5
PublikationsstatusVeröffentlicht – 2010

Mathematik gehört neben Deutsch und der Fremdsprache Englisch (vgl. Jonkmann et al., in diesem Band) zu den Kernbereichen gymnasialer Bildung, die am stärksten von der in Baden-Württemberg vollzogenen Neuordnung der gymnasialen Oberstufe betroffen sind (vgl. Neumann, in diesem Band). Durch die Neuerungen in der Oberstufe sollen die mathematischen Kompetenzen der Abiturienten gestärkt und gleichzeitig die Fachleistungsunterschiede zwischen Schülerinnen und Schülern reduziert werden (Kultusministerium Baden-Württemberg, 2002). Die Aufhebung der Niveaudifferenzierung in Grund- und Leistungskurse, die Ausweitung und Vereinheitlichung der Beleg- und Prüfungsverpflichtungen sowie die Einführung neuer Bildungspläne sollen eine verfrühte Spezialisierung verhindern und eine solide mathematische Bildung für alle Abiturienten gewährleisten (Kultusministerium Baden-Württemberg, 2002). Die im Zuge der Neuordnung der Oberstufe durchgeführten organisatorischen und curricularen Änderungen wurden nicht zuletzt mit Kritik vonseiten der Hochschulen und Wirtschaftsvertreter, die ein zu hohes Maß an fachlicher Spezialisierung bei gleichzeitig unzureichenden grundlegenden Kompetenzen bemängelten, begründet