Teste dein Wissen mit Aufgaben aus der ChemieOlympiade!: Von der Seife bis zum 30°-Colorwaschmittel

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Publikationsdaten


VonKlaus Ruppersberg, Sonja Hanebaum, Renate Peper-Bienzeisler
OriginalspracheDeutsch
Erschienen inChemie konkret - Forum für Unterricht und Didaktik, 26(3)
Seiten131-132
Herausgeber (Verlag)Wiley
ISSN0944-5846, 1521-3730
DOI/Linkhttps://doi.org/10.1002/ckon.201980371 (Open Access)
PublikationsstatusVeröffentlicht – 04.2019

Wenn du fetthaltigen Schmutz von der Hand oder von deiner Kleidung waschen möchtest, brauchst du dazu Moleküle, die sowohl wasser- als auch fettlöslich sind. Am einfachsten sind solche Moleküle zu gewinnen, indem pflanzliche oder tierische Fette mit Soda oder Pottasche gekocht werden. Die älteste Anleitung hierzu ist in sumerischer Keilschrift geschrieben. Seifen sind gut und schön, haben aber auch Nachteile. Da sie alkalisch sind, führen sie beim Waschen von Wolle zum Verfilzen, und mit kalkhaltigem Wasser bilden sich unlösliche Kalkseifen. Daher wird aktuell an neuen waschaktiven Substanzen geforscht, um Produkte mit besserer Waschwirkung, besserer Verträglichkeit, günstigerem Herstellungsprozess und für einzelne Prozesse maßgeschneiderten Eigenschaften zu erhalten. Es gibt je nach hydrophilem Anteil unterschiedliche Tensidklassen. Die klassischen Seifen sind anionische Tenside. Daneben sind nichtionische, kationische und zwitterionische Tenside bekannt. Ein modernes Colorwaschmittel besteht neben waschaktiven Substanzen (WAS) aus vielen weiteren Bestandteilen, die gemäß EU-Verordnung 648/2004 für Verbraucher auf der Internetseite eines Waschmittelherstellers zugänglich sein müssen.