Schüler schalten chemisch

Artikel in FachzeitschriftTransfer

Publikationsdaten


VonStefan Schwarzer, Daniela Ingwersen, Rainer Herges, Ilka Parchmann
OriginalspracheDeutsch
Erschienen inNachrichten aus der Chemie, 62(4)
Seiten491-494
Herausgeber (Verlag)Walter de Gruyter GmbH & Co. KG
ISSN1439-9598, 1868-0054
DOI/Linkhttp://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/nadc.201490145/full (Open Access)
PublikationsstatusVeröffentlicht – 04.2014

Die Grundlagenforschung ist ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft und trägt zum Wohlstand und zur Lebensqualität aller bei. Darüber sind sich Wissenschaftler und wohl die meisten Menschen mit wissenschaftlicher Bildung einig. Im Gegensatz zur angewandten Forschung und Entwicklung ist der Nutzen der Grundlagenforschung nicht immer unmittelbar und für jeden einsichtig, da er sich indirekt und sich erst langfristig auswirkt. Die Akzeptanz der Grundlagenforschung in der Gesellschaft ist kein Selbstläufer. Sie wird sowohl von politischen Entscheidungsträgern und Steuerzahlern kritisch hinterfragt. Insbesondere die Freiheit der Forschung steht daher unter permanentem politischen Druck. Die Rekrutierung von exzellentem Nachwuchs und die finanzielle Unterstützung sind weitere Voraussetzungen um die (in Konkurrenz mit anderen Bereichen) beständig gerungen werden muss. Über das Verhältnis zwischen Wissenschaft und Gesellschaft und vor allem über die notwendigen Rahmenbedingungen für die Durchführung erfolgreicher Grundlagenforschung ist viel geschrieben worden. Eines scheint aber immer klarer zu werden. Die notwendige Aufmerksamkeit welche die Wissenschaft braucht um ihren wichtigen Platz in der Gesellschaft zu behaupten, muss vor allem von den Wissenschaftlern selbst erzeugt werden. Denn die schwierige Aufgabe die delikate Balance zwischen Allgemeinverständlichkeit und seriöser Information zu wahren, kann man nicht allein den Medien überlassen. Dazu ist es notwendig, dass auch erfolgreiche Wissenschaftler einen Teil ihrer Ressourcen (und das ist vor allem Zeit) opfern um mit Wissenschaftsjournalisten, Medienexperten und Bildungseinrichtungen zusammen zu arbeiten, um die Faszination, die von der Forschung ausgeht und die Bedeutung der Ergebnisse der breiten Öffentlichkeit zu vermitteln.

Dieses Anliegen verfolgen so genannte Outreach-, Bildungs- oder Öffentlichkeitsprojekte, die Fachforschung begleiten. In unserem Projekt wird dies in einer Kooperation aus Fachwissenschaft und Fachdidaktik umgesetzt.