Rezipientenanalyse einer Umweltschutzkampagne: Das Beispiel der „TU WAS“-Kampagne an der Universität Osnabrück
Artikel in Fachzeitschrift › Forschung › begutachtet
Publikationsdaten
| Von | Teresa-Maria Hloucal, Marit Kristine List, Jutta Essl |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erschienen in | Umweltpsychologie, 2013(1) |
| Seiten | 97-118 |
| Herausgeber (Verlag) | Pabst Science Publ. |
| ISSN | 1434-3304 |
| DOI/Link | http://www.wiso-net.de/webcgi?START=A60&DOKV_DB=ZECO&DOKV_NO=UMPSA284647919CB9D28F0C0D26162E6AC99&DOKV_HS=0&PP=1 |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht – 2013 |
Umweltschutzkampagnen werden an Universitäten unter anderem zum Zweck der positiven Beeinflussung umweltschützenden Verhaltens durchgeführt. Bisher stand bei Evaluationen solcher Kampagnen die Bewertung der generellen Wirksamkeit im Vordergrund. In dieser Studie wurde die Effektivität einer Umweltschutzkampagne an der Universität Osnabrück untersucht und darüber hinaus der Frage nachgegangen, welchen Universitätsangehörigen die Kampagne bekannt war und welche Inhalte sowie Interventionstechniken erinnert wurden. Von den 370 Befragten kannten 76% die Umweltschutzkampagne zumindest dem Namen nach. Weder Alter, Geschlecht noch der Status an der Universität hatten einen Einfluss auf die Bekanntheit. Befragte mit ausgeprägtem selbst berichtetem Umwelthandeln waren jedoch häufiger über konkrete Inhalte der Kampagne informiert. Die Bekanntheit variierte ebenfalls in Abhängigkeit der Fachbereichszugehörigkeit. Es konnte keine klare Präferenz für bestimmte umweltbezogene Themen bei der untersuchten Stichprobe festgestellt werden. Die Befragten erinnerten eine Vielfalt von Interventionen, insbesondere alle im Rahmen der Kampagne durchgeführten Partizipationsaktionen. Die Ergebnisse lassen darauf schließen, dass Umweltschutzkampagnen prinzipiell dafür geeignet sind die Universitätsangehörigen mit umweltrelevanten Themen zu erreichen, dass die Informationen aber inhaltlich und methodisch auf divergierende Teilgruppen ausgerichtet werden müssen und sich aus der Informiertheit keine linearen Bezüge zur Verhaltensänderung ergeben.