Raschanalyse naturwissenschaftsbezogener Leistungstests

Beitrag in SammelwerkLehre

Publikationsdaten


VonKnut Neumann
OriginalspracheDeutsch
Erschienen inDirk Krüger, Ilka Parchmann, Horst Schecker (Hrsg.), Methoden der naturwissenschaftsdidaktischen Forschung
Seiten355-369
Herausgeber (Verlag)Springer Spektrum
ISBN978-3-642-37826-3, 978-3-642-37827-0
DOI/Linkhttps://doi.org/10.1007/978-3-642-37827-0_28
PublikationsstatusVeröffentlicht – 2014

Empirische naturwissenschaftsdidaktische Forschung beruht wie die Forschung in den Naturwissenschaften zu einem beträchtlichen Teil auf der Auswertung von Messdaten. Typische Messgrößen sind kognitive Merkmale, wie z. B. das Wissen über die Natur der Naturwissenschaften, aber auch affektive Merkmale, wie das Interesse an den Naturwissenschaften. Im Gegensatz zu vielen Messgrößen bei naturwissenschaftlichen Untersuchungen entzieht sich die überwiegende Zahl der Messgrößen in der naturwissenschaftsdidaktischen Forschung einer direkten Messung. So lässt sich das Wissen über Mechanik als solches nicht messen, sondern nur anhand der Bearbeitung entsprechender Aufgaben abschätzen. Daher spricht man in Anlehnung an die Sozialwissenschaften statt von Messgrößen auch von latenten Konstrukten. Als Instrumente zur Messung kognitiver Konstrukte (z. B. Fachwissen) werden üblicherweise Tests verwendet und zur Erfassung affektiver Konstrukte (z. B. Interesse) Fragebögen. Bei der inhaltlichen Entwicklung von Tests und Fragebögen geht die naturwissenschaftsdidaktische Forschung mit äußerster Sorgfalt vor. Die Prüfung der psychometrischen Qualität der Instrumente findet allerdings erst in jüngerer Zeit mehr Beachtung. Dieser Beitrag beschreibt, wie sich die Rasch-Analyse nutzen lässt, um einen vorliegenden Leistungstest zu analysieren, Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren und zu einem standardisierten Instrument weiterzuentwickeln.