Lehramtsstudium in Deutschland: Wie groß ist die strukturelle Vielfalt?

Artikel in FachzeitschriftForschungbegutachtet

Publikationsdaten


VonJohannes Bauer, Uta Diercks, Lena Rösler, Jens Möller, Manfred Prenzel
OriginalspracheDeutsch
Erschienen inUnterrichtswissenschaft, 40(2)
Seiten101-120
Herausgeber (Verlag)Springer
ISSN0340-4099, 2520-873X
DOI/Linkhttp://www.juventa.de/zeitschriften/unterrichtswissenschaft/abstracts/Jahrgang2012/09201202101.html (Open Access)
PublikationsstatusVeröffentlicht – 2013

Richtet man den Blick auf die universitäre Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern in Deutschland, so eröffnet sich eine heterogene Landschaft unterschiedlicher Studiengangmodelle. Seit den Bologna-Beschlüssen von 1999 ist zu beobachten, wie das traditionelle Modell des grundständigen Staatsexamensstudiengangs zunehmend durch verschiedene Formen modularisierter konsekutiver Studiengangmodelle ersetzt wird. Ziel des vorliegenden Beitrags ist es, die aktuell bestehenden Studiengangmodelle systematisch zu beschreiben und die Heterogenität zwischen ihnen abzuschätzen. Hierzu analysierten wir Portfolios studiengangrelevanter Dokumente zu zwölf Gymnasial-Lehramtsstudiengängen, die im Kontext des Projekts „PaLea – Panel zum Lehramtsstudium“ erhoben wurden. Dabei wurden die Studienstrukturen inhaltsanalytisch herausgearbeitet und in eine vergleichbare Form gebracht. Der Fokus der Analysen lag auf dem Vergleich fachwissenschaftlicher, fachdidaktischer, bildungswissenschaftlicher sowie praktischer Anteile im Studienverlauf. Die Ergebnisse bestätigen bisherige Annahmen einer hohen Heterogenität der aktuellen Studiengangkonzeptionen in der Lehramtsausbildung. Insbesondere sind eine unterschiedliche Schwerpunktsetzung zwischen Fachbezug und lehramtsspezifischer Orientierung sowie große Spannweiten fachdidaktischer (6 - 25 Credit Points [CP]) und praktischer Studienanteile festzustellen (6 – 38 CP). [Verlag]