How good are LLMs in generating input texts for reading tasks in German as a foreign language?
Artikel in Fachzeitschrift › Forschung › begutachtet
Publikationsdaten
| Von | Anastasia Drackert, Andrea Horbach, Anja Peters |
| Originalsprache | Englisch |
| Erschienen in | Annual Review of Applied Linguistics, 45 |
| Seiten | 222-252 |
| Herausgeber (Verlag) | Cambridge University Press |
| ISSN | 0267-1905, 1471-6356 |
| DOI/Link | https://doi.org/10.1017/S0267190525000066 |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht – 09.2025 |
Die Erstellung von Prüfungstexten für rezeptive Prüfungsteile ist ein zeitaufwendiger und ressourcenintensiver Prozess. Um das Potenzial generativer KI für die Erstellung von Input-Texten für eine high-stakes-Prüfung für Deutsch als Fremdsprache zu ermitteln, haben wir Lesepassagen, die von geschulten Autor*innen erstellt wurden, mit ChatGPT-generierten Texten verglichen. Die Texte wurden in Hinblick auf eine Reihe von linguistischen Merkmalen mittels einer computerbasierten Analyse ausgewertet und von drei Testerstellungsexpertinnen beurteilt. Unsere Ergebnisse zeigen, dass KI-generierte Texte einen wertvollen Ausgangspunkt für die Erstellung von Prüfungstexten bieten, aber Anpassungen erforderlich sind, um eine Vergleichbarkeit mit den Texten der Autor*innen zu erreichen. Insbesondere sind Modifikationen hinsichtlich der folgenden Aspekte notwendig: Veranschaulichung der dargestellten Inhalte durch Beispiele, lexikalische Dichte, Gebrauch von Fachvokabular, Idiomatik, Nominalisierungen und Passivkonstruktionen. Abschließend diskutieren wir die Konsequenzen der Nutzung von ChatGPT zur Erstellung von Input-Texten.