Empirische Grundlage, Stichprobenausfall und Adjustierung im PISA-Längsschnitt 2012-2013

Artikel in FachzeitschriftForschungbegutachtet

Publikationsdaten


VonJörg-Henrik Heine, Gabriel Nagy, Sabine Meinck, Olaf Zühlke, Julia Mang
OriginalspracheDeutsch
Erschienen inZeitschrift für Erziehungswissenschaft, 20(Suppl. 2)
Seiten287-306
Herausgeber (Verlag)Springer
ISSN1434-663X, 1862-5215
DOI/Linkhttps://doi.org/10.1007/s11618-017-0756-0
PublikationsstatusVeröffentlicht – 06.2017

Der vorliegende Beitrag referiert die empirische Grundlage des PISA-Längsschnitts 2012–2013. Dargestellt wird die Zusammensetzung der zusätzlich gezogenen Stichprobe von Schülerinnen und Schülern der 9. Jahrgangsstufe. Es werden Befunde zum Stichprobenausfall (Dropout) zum zweiten Messzeitpunkt auf der Ebene der Schulen und Schülerschaft vorgestellt. Die Ergebnisse zeigen, dass der Stichprobenausfall auf beiden Ebenen mit Merkmalen des familiären Hintergrunds, der Eingangsleistung in den drei Kompetenz-Domänen (Mathematik, Lesen und Naturwissenschaften) im Jahr 2012, sowie mit weiteren individual- und schuldemographischen Variablen zusammenhängt. Diese Befunde werden aufgegriffen um Korrekturmaßnahmen abzuleiten, welche einer Verzerrung der Ergebnisse durch den selektiven Stichprobendropout entgegenwirken. Die Grenzen der Korrekturmöglichkeiten werden diskutiert. Der PISA-Längsschnitt zeichnet sich durch einen verpflichtenden Test zum ersten Messzeitpunkt, gefolgt von einer freiwilligen Erhebung zum zweiten Messzeitpunkt aus. Somit liefert der vorliegende Artikel wertvolle Hinweise zu möglichen Ursachen von Nichtteilnahme in freiwilligen Studien und des damit verbundenen Risikos der systematischen Verzerrung von Populationsschätzern.