Effekte metakognitiver Prompts auf den Wissenserwerb beim Concept Mapping und Notizen Erstellen

Artikel in FachzeitschriftForschungbegutachtet

Publikationsdaten


VonJörg Großschedl, Ute Harms
OriginalspracheDeutsch
Erschienen inZeitschrift für Didaktik der Naturwissenschaften, None(19)
Seiten375-395
Herausgeber (Verlag)Springer
ISSN0949-1147, 2197-988X
DOI/Linkhttp://archiv.ipn.uni-kiel.de/zfdn/jg19.html#Art015 (Open Access), 19_Grossschedl.pdf (Open Access)
PublikationsstatusVeröffentlicht – 2013

Auf der einen Seite fertigen Studierende in den meisten universitären Lehrveranstaltungen Mitschriften (Notizen) an, die ihnen das Lernen erleichtern. Auf der anderen Seite legen zahlreiche Fachaufsätze den Schluss nahe, dass Concept Maps lernwirksamer sind als Notizen. Diese Schlussfolgerung kann durch empirische Studien jedoch nur bedingt bestätigt werden, da strenge Vergleiche mit der für das universitäre Lernen typischen Lernstrategie des Notizen Erstellens noch nicht vorliegen. Unabhängig davon gibt es Hinweise, dass Lernende mit geringer Mapping-Erfahrung Probleme haben, ihren Mapping-Prozess zu kontrollieren. 129 Biologiestudierende nahmen an einer experimentellen Interventionsstudie teil. In einem 2 x 2-faktoriellen Design wurde untersucht, ob sich die Verfügbarkeit metakognitiver Prompts (Prompting vs. kein Prompting) auf den konzeptuellen Wissenserwerb beim Concept Mapping vs. Notizen Erstellen auswirkt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Erstellung von Notizen den konzeptuellen Wissenserwerb stärker verbesserte als Concept Mapping. Metakognitive Prompts wirkten sich insbesondere beim Concept Mapping lernförderlich aus, während sie den Wissenserwerb beim Notizen Erstellen kaum beeinflussten. Abschließend werden Empfehlungen für die Vermittlung des Concept Mapping gegeben.