Die Entwicklung der Leseleistung in der Sekundarstufe: Eine Überprüfung von Effekten der Schulform

Beitrag in SammelwerkForschung

Publikationsdaten


VonJan Retelsdorf, Jens Möller
OriginalspracheDeutsch
Erschienen inErich H. Witte, Jörg Doll (Hrsg.), Sozialpsychologie, Sozialisation und Schule
Seiten146-160
Herausgeber (Verlag)Pabst Science Publ.
ISBN978-3-89967-700-3
DOI/Linkhttp://www.psychologie-aktuell.com/shop/einzelansicht.html?tx_ttproducts_pi1%5BbackPID%5D=79&tx_ttproducts_pi1%5Bproduct%5D=903&cHash=dead18ede3 (Open Access)
PublikationsstatusVeröffentlicht – 2011

In der der vorliegenden Arbeit wurde der Frage nach differenziellen Entwicklungen von Leseverständnis und Dekodiergeschwindigkeit im mehrgliedrigen deutschen Schulsystem nachgegangen. Für drei Messzeitpunkte wurden die Leistungsentwicklungen von Gymnasiasten und Nicht-Gymnasiasten von der fünften bis zur achten Klassenstufe verglichen. Um die Validität der Schlussfolgerung zu erhöhen, dass gefundene Unterschiede tatsächlich auf die Schulform zurückgehen, wurden per Propensity Score Matching vergleichbare Schülerpaare gebildet. Die Ergebnisse für die beiden Leistungsmaße waren unterschiedlich: Während sich für das Leseverständnis keine Öffnung der Leistungsschere zeigte, konnte für die Dekodiergeschwindigkeit ein Schereneffekt nachgewiesen werden. Für Gymnasiasten waren höhere Leistungszuwächse zu verzeichnen als für Nicht-Gymnasiasten.