Diagnostik von ICT-Literacy: Multiple-Choice- vs. simulationsbasierte Aufgaben
Artikel in Fachzeitschrift › Forschung › begutachtet
Publikationsdaten
| Von | Frank Goldhammer, Ulf Kröhne, Yvonne Keßel, Martin Senkbeil, Jan Marten Ihme |
| Originalsprache | Deutsch |
| Erschienen in | Diagnostica, 60(1) |
| Seiten | 10-21 |
| Herausgeber (Verlag) | Hogrefe Verlag |
| ISSN | 0012-1924, 2190-622X |
| DOI/Link | https://doi.org/10.1026/0012-1924/a000113 |
| Publikationsstatus | Veröffentlicht – 2014 |
ICT-Literacy legt eine performanzbasierte Erfassung nahe, also mithilfe von Testaufgaben, die interaktive (simulierte) Computerumgebungen präsentieren und eine Reaktion mittels Maus und/oder Tastatur erfordern. Dennoch kommen häufig Verfahren wie Selbstbeurteilungen oder papierbasierte Leistungstests zum Einsatz. Ziel der vorliegenden Studie war es, die psychometrischen Eigenschaften simulationsbasierter (SIM) Aufgaben mit den Eigenschaften inhaltlich paralleler Multiple-Choice (MC)-Aufgaben zu vergleichen, bei denen Screenshots als Stimulus verwendet werden. Die MC-Aufgaben, die im Rahmen der National Educational Panel Study (NEPS) entwickelt wurden, erfassen die Fähigkeit, digitale Informationen auszuwählen und abzurufen sowie grundlegende Operationen durchzuführen (Access). In einem Zufallsgruppendesign bearbeiteten 405 Jugendliche der Klassenstufe 9 die computerbasierten Access-Testitems entweder als MC-Aufgabe oder als SIM-Aufgabe sowie den simulationsbasierten Basic Computer Skills (BCS)-Test. Die Ergebnisse zeigen, dass sich die meisten MC-Aufgaben und SIM-Aufgaben hinsichtlich Schwierigkeit und Ladung unterscheiden. Übereinstimmende konvergente Validität wird durch vergleichbar hohe Korrelationen der beiden Testformen mit BCS angezeigt.