Analyse der Aufgaben zur Evaluation der Bildungsstandards in Physik - Differenzierung von schriftsprachlichen Fähigkeiten und Fachlichkeit

Artikel in FachzeitschriftForschungbegutachtet

Publikationsdaten


VonHendrik Härtig, Patricia Heitmann, Jan Retelsdorf
OriginalspracheDeutsch
Erschienen inZeitschrift für Erziehungswissenschaft, 18(4)
Seiten763-779
Herausgeber (Verlag)Springer
ISSN1434-663X, 1862-5215
DOI/Linkhttps://doi.org/10.1007/s11618-015-0646-2
PublikationsstatusVeröffentlicht – 11.2015

Bei der Evaluation der Bildungsstandards in den naturwissenschaftlichen Fächern sieht das Itemdesign vor, benötigtes Vorwissen innerhalb der Testung vorzugeben und damit auch im Sinne einer Kompetenzorientierung Umgang mit Fachwissen zu evaluieren. Dies setzt voraus, dass die Schülerinnen und Schüler die Informationen angemessen rezipieren. Es wird daher angenommen, dass schriftsprachliche Fähigkeiten eine zentrale Rolle für die Erfassung physikbezogener Kompetenzen in Leistungstests spielen, zumal einige Items schriftliche Antworten verlangen. Der vorliegende Beitrag geht daher der Frage nach, in welchem Umfang schriftsprachliche Fähigkeiten im Zusammenhang mit den Ergebnissen der Evaluation der Bildungsstandards im Kompetenzbereich Umgang mit Fachwissen des Fachs Physik steht. Die Studie zeigt an einer Stichprobe von N = 1961 Auszubildenden mittels Vergleich logistischer Modelle auf, dass die Items der Bildungsstandards von schriftsprachlichen Fähigkeiten beeinflusst werden. Ferner wiesen Items mit offenem Format im Mittel eine höhere Itemschwierigkeit auf im Vergleich zu Items mit geschlossenem Format, wobei sich eine Interaktion zwischen Antwortformat und schriftsprachlichen Fähigkeiten andeutet.