Komdif
Projektdaten
| Forschungslinien | |||
| Abteilungen | Didaktik der Biologie | ||
| Förderung | Freie und Hansestadt Hamburg (1.8.2008–30.6.2014) | ||
| Laufzeit | 1.8.2008–30.6.2014 | ||
| Status | abgeschlossen | ||
| Beteiligte am IPN | Prof. Dr. Ute Harms (Projektleitung) | ||
Kompetenzmodelle als Basis für eine diagnosegestützte individuelle Förderung
Ziele des Forschungsprogramms KOMDIF
- Entwicklung und empirische Validierung von Kompetenzmodellen
- Untersuchung des Einflusses von kompetenzorientierten Rückmeldeformaten auf den individuellen Kompetenzerwerb
- Förderung der Diagnose- und Förderkompetenz von Lehrkräften
Struktur der wissenschaftlichen Arbeiten
- Wissenschaftliche Leitung durch das IPN
- Kooperationspartner: Universität Bremen, Universität Wien, Universität Hamburg, Universität Kiel, Universität Potsdam
- Beteiligte Fächergruppen: Deutsch, Mathematik, Sachunterricht, Naturwissenschaften, Fremdsprachen, Religion/Gesellschaftswissenschaften, Kunst. Daneben gibt es eine Arbeitsgruppe zu Überfachlichen Kompetenzen.
- 12 Qualifikationsarbeiten
- Dauer: fünf Jahre
- Feldzugang durch den Hamburger Schulversuch alles»könner
1. Entwicklung und Validierung von Kompetenzmodellen | |
Modellierung von Systemkompetenz - Untersuchung zur Fähigkeit zur Modellbildung als Teil der Systemkompetenz von Grundschülern (Harms, Großschedl, Mahler) | Ziel ist die Klärung des Einflusses personen- und inhaltsbezogener Faktoren auf die Systemkompetenz. Die Fähigkeiten in Bezug auf Systemkompetenz werden im Rahmen einer Interventionsstudie im Prä-/Posttestdesign an ca. 400 Probanden überprüft. |
Modellierung fachspezifischer und überfachlicher Argumentationskompetenz und ihrer Entwicklung im Vergleich naturwissenschaftlicher und geisteswissenschaftlicher Fächer (Prechtl, Harms, Basel, Rothgangel, Weiß) | Analyse der Zusammenhänge argumentativer Leistungen zwischen unterschiedlichen Fächern sowie von personenbezogenen Einflussmerkmalen auf Lehrer- und Schülerseite. Interventionsstudien zur Diagnose und Förderung argumentativer Schülerkompetenzen durch Lehrkräfte. |
Modellierung des Energiekonzepts als zentrales und fächerübergreifendes Basiskonzept - Untersuchung der Entwicklung des Verständnisses von Energie in biologischen Kontexten (Opitz, Harms, Neumann) | Erforschung der Entwicklung des Energiekonzepts in biologischen Kontexten über die Schulzeit. Erhebung von Verstandnisentwicklung beim Energiekonzept in biologischen Kontexten (learning progression). Untersucht werden Schülerinnen und Schüler am Übergang von Primar- zu Sekundarstufe I & II. |
2. Einfluss von Rückmeldeformaten auf den individuellen Kompetenzerwerb | |
Kompetenzentwicklung beim Experimentieren im naturwissenschaftlichen Unterricht durch individuelle Diagnose und Kompetenzrückmeldung (Wollenschläger, abgeschlossen) | Effekte kompetenzieller Rückmeldung beim Experimentieren im naturwissenschaftlichen Unterricht. Untersucht wird, wie sich eine an Kompetenzstufen orientierte Leistungsrückmeldung (kompetenziell) im Vergleich zu einer sozialen Bezugsnorm auf Selbsteinschätzungsprozesse der Schüler und ihre Leistung beim Experimentieren auswirkt. Erwartet wird, dass eine kompetenzielle Rückmeldung im Vergleich zu einer sozialen Bezugsnorm positivere Effekte auf die Selbsteinschätzungsprozesse der Schüler hat und lernförderlicher ist (Studie 1). Dies sollte besonders dann gelten, wenn die Rückmeldung zusätzlich zu einer externen Rückmeldung (Lehrerrückmeldung) auch intern erfolgt, d.h. die Schüler selbst ihre Kompetenz einstufen (Studie 2). Die Überprüfung dieser Hypothesen erfolgt in Pre-Posttest-Designs. |
Kognitive Bedingungsfaktoren für Fehleranalyse und selbständiges Lernen aus Fehlern am Beispiel der elementaren Algebra in der Sekundarstufe I (Rach) | Selbständig und produktiv mit eigenen Fehlern umzugehen ist zweifellos eine der wichtigsten Fähigkeiten beim Mathemtiklernen. In der Literatur zu Fehlern im Mathematikunterricht findet man eine Vielzahl an Abhandlungen über typische Fehler. Kaum vertreten sind hingegen empirische Studien über kognitive Voraussetzungen für das Lernen aus Fehlern. Für eine gezielte individuelle Förderung ist die Berücksichtigung kognitiver voraussetzungen aber unumgänglich. Dieses Projekt soll eine Grundlage für die Entwicklung von Lernumgebungen bereitstellen, welche die Lernenden in die Lage versetzen, individuelle Fehlerrückmeldungen produktiv zu nutzen. Dafür wird ein Prozessmodell vorgeschlagen, das den individuellen Verlauf von Fehleranalysen abbilden soll. Auf diesem Modell basierend ist eine empirische Studie zur möglichen Förderung von selbständigem Lernen aus Fehlern am Beispiel der elementaren Algebra in der Sekundarstufe I geplant. |
3. Förderung der Diagnose- und Förderkompetenz von Lehrkräften | Studien zeigten erhebliche Unterschiede in der Systemkompetenz zwischen verschiedenen Schulklassen einer Jahrgangsstufe, die von unterschiedlichen Lehrkräften unterrichtet wurden. Daher soll in dieser Arbeit der Einfluss des fachbezogenen Professionswissens (Fachwissen und fachdidaktisches Wissen) von Lehrkräften auf die Entwicklung der Systemkompetenz von Schülern im Biologieunterricht analysiert werden. In einer quantitativen Feldstudie werden dazu Schülerinnen und Schüler der achten Jahrgangsstufe und deren Biologielehrkräfte in einem Prä-Posttest-Design untersucht. |
Mitarbeiter/innen der Forschungsgruppe
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Kooperationspartner
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N. Basel (bis 07/2013) | Universität Bremen: | Prof. Dr. M. Peters | |
Prof. Dr. A. Heinze | Prof. Dr. H. Schecker | ||
Prof. Dr. K. Neumann | Universität Wien: | Prof. Dr. M. Rothgangel | |
S. Opitz (bis 04/2016) | Universität Hamburg: | Prof. Dr. T. Zabka | |
Dr. J. Pareigis (bis 12/2013) | Universität Kiel: | Prof. Dr. J. Möller | |
S. Rach (bis 09/2014) | Universität Berlin: | Prof. Dr. D. Caspari | |
Dr. N. Tchoudova (bis 07/2014) | Universität Potsdam: | Prof. Dr. H. Prechtl |