Kontinuität in der Abteilung Didaktik der Mathematik am IPN: Daniel Sommerhoff erhält Professur auf Lebenszeit

Zum 1. Januar 2026 wurde Prof. Dr. Daniel Sommerhoff zum W2-Professor für Didaktik der Mathematik auf Lebenszeit ernannt. Die Professur ist eine gemeinsame Berufung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und des Leibniz-Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN).

Portraitsfoto von Prof. Dr. Daniel Sommerhoff
Photo/Copyright: Bilderinstitut Gesine Born

Im August 2021 wurde Daniel Sommerhoff in Kiel auf eine Juniorprofessur mit Tenure Track berufen. Dank der frühzeitigen Erfüllung aller vereinbarten Leistungen konnte die Evaluation für die Professur vorzeitig eingeleitet und nun mit großem Erfolg abgeschlossen werden.

Daniel Sommerhoff ist in der Mathematikdidaktik ein ausgewiesener Forscher. Er studierte zunächst an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) Mathematik und Physik für das Lehramt an Gymnasien sowie Diplom-Mathematik. Anschließend promovierte er im Bereich Learning Sciences. Im Jahr 2020 kam er zunächst als Postdoc an das IPN und wurde ein Jahr später auf die Juniorprofessur für Didaktik der Mathematik berufen. Am IPN ist er seitdem auch stellvertretender Direktor der Abteilung Didaktik der Mathematik.

Am IPN arbeitet er wesentlich in der Forschungslinie Professionelle Kompetenz und professionsbezogenes Lernen von Lehrkräften und fokussiert sich dort auf die Nutzung von simulationsbasierten Lernumgebungen, unter anderem zur Förderung von Diagnosekompetenzen von Lehrkräften.

Die Verstetigung von Daniel Sommerhoffs Professur bedeutet weitere Kontinuität in der Abteilung Didaktik der Mathematik und ermöglicht, dass die Forschung in diesem Bereich langfristig aufgestellt werden kann. Wir haben Daniel Sommerhoff zu diesem erfreulichen Anlass drei Fragen gestellt:

Eines deiner Kinder, so hast du erzählt, kommentierte die Verstetigung deiner Professur wie folgt: „Heißt das jetzt, du musst für immer arbeiten?“ Welche Veränderungen erwartest du tatsächlich?

Bisher habe ich am IPN sowohl in Forschung als auch im Kontext des Direktoriums nie einen großen Unterschied zwischen W1- und W2-Professor*innen wahrgenommen. Entsprechend erwarte ich nicht, dass sich inhaltlich jetzt viel ändert. Und für immer arbeiten muss ich natürlich auch nicht, habe aber nun eine langfristige Perspektive am und gemeinsam mit dem IPN zu arbeiten.

Gibt es Aspekte, die du in deiner Forschung in den nächsten Jahren nun verstärkt oder neu angehen möchtest?

Bereits in den letzten Jahren habe ich neben der Forschung im Bereich der professionellen Kompetenz von Lehrkräften einen zunehmenden Fokus auf Kompetenzerwerb und Lernverläufe gesetzt, über die wir aktuell viel zu wenig wissen – und wenn nur qualitativ. Da sehe ich viel Nachholbedarf.

Wie erlebst du das Leben und Arbeiten als gebürtiger Bayer im Norden Deutschlands?

Das werde ich immer wieder gefragt, und ich muss sagen, dass ich mich hier oben sehr wohl fühle. Dass man nach 22 Uhr noch „Moin" sagen kann, ein Krapfen hier „Berliner" heißt und man auch bei Minusgraden in die Ostsee springt, braucht aber wohl mehr als vier Jahre Gewöhnung.

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