Dr. Annabel Maisl
Didaktik der Biologie
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Die elf besten Teilnehmenden des Auswahlwettbewerbs zur Internationalen BiologieOlympiade 2026 trafen sich zur finalen Auswahlrunde in Kiel. In einer Woche voller anspruchsvoller Auswahlklausuren, Seminaren und wissenschaftlichem Austausch wurden unter den Biologietalenten die vier ausgewählt, die Deutschland im Juli bei der Internationalen BiologieOlympiade in Litauen vertreten.
Zu einer spannenden und ereignisreichen Woche voller Laborexperimente, Vorträge und Gelegenheit zur Vernetzung kamen im Mai die besten Biologietalente der Internationalen BiologieOlympiade (IBO) 2026 zusammen. Bereits zuvor hatten sich die Schüler*innen in drei Auswahlrunden gegen rund 1200 Teilnehmende durchgesetzt und sich damit für die vierte und letzte Wettbewerbsstufe qualifiziert. Während der Finalrunde wurde schließlich das Nationalteam ermittelt, das Deutschland im Juli bei der Internationalen BiologieOlympiade in Vilnius (Litauen) vertreten wird.
Die besten elf Teilnehmenden aus sechs Bundesländern trafen sich in Kiel am Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN), um die anspruchsvollen Prüfungen zu absolvieren. In fünf praktischen Klausuren und zwei Theorieklausuren stellten die Schüler*innen ihr biologisches Können im Labor und am Computer unter Beweis. Neben Seminaren, Vorträgen und experimentellen Prüfungen in Botanik, Zoologie, Biochemie, Molekularbiologie und Bioinformatik meisterten alle auch die große Theorieklausur zu vielfältigen Themenbereichen der Biologie.
Die praktischen Klausuren boten dabei spannende Einblicke in aktuelle biologische Arbeitsmethoden: In Botanik untersuchten die Teilnehmenden verschiedene Anpassungen von Pflanzen an die Wasserverfügbarkeit ihrer Lebensräume, während sich die Zoologieklausur mit biogenen Hartmaterialien beschäftigte. In der Molekularbiologie führten die Schüler*innen PCRs zur Vervielfältigung von DNA durch. In der Biochemie standen Phosphatasen im Mittelpunkt und in der Bioinformatik arbeiteten die Teilnehmenden mit Gendatenbanken und Bildanalyseprogrammen. Sowohl in den Klausuren als auch in den Fachvorträgen, die die Jugendlichen selbst vorbereiteten, bewiesen sie ihr biologisches Fachwissen und ihre experimentellen Fähigkeiten.
Die vier besten Teilnehmenden qualifizierten sich mit ihren hervorragenden Leistungen für das diesjährige Nationalteam und werden Deutschland bei der IBO 2026 vertreten:
Marie Lautenschlager vom Lise-Meitner-Gymnasium in Unterhaching (Bayern)
Lilia Theresa Dieterlen vom Freien Gymnasium Naunhof (Sachsen)
Verena Hieber vom Johann-Michael-Sailer-Gymnasium in Dillingen an der Donau (Bayern)
Gregor Schneider von der Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule in Göttingen (Niedersachsen)

Für die vier Olympionik:innen geht es zunächst zu einem intensiven Vorbereitungsseminar gemeinsam mit dem Schweizer Nationalteam auf die Riederalp in der Schweiz, bevor im Juli der Wettbewerb in Litauen beginnt.
Die diesjährige Auswahlrunde wurde maßgeblich von ehemaligen Teilnehmer*innen der vergangenen Jahre unterstützt. Ihnen sowie den Mitarbeiterinnen im Sekretariat der IBO und im Labor der Didaktik der Biologie am IPN, die die Laborexperimente vorbereitet haben, gilt großer Dank. Ebenso danken wir dem VBIO für die kontinuierliche Unterstützung der IBO sowie Herrn Nickol für die Führung im Botanischen Garten.
Der jährliche Auswahlwettbewerb für die Internationale BiologieOlympiade (IBO), die BiologieOlympiade in Deutschland, wird vom Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) in Kiel im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie in Zusammenarbeit mit den Kultusministerien der Länder durchgeführt.


