Prof. Dr. Ilka Parchmann im Interview zur Zukunft der naturwissenschaftlichen Bildung

Wie lassen sich junge Menschen für Chemie und andere Naturwissenschaften begeistern? Mit dieser Frage beschäftigt sich ein kürzlich auf der Website der europäischen Initiative Science Comes to Town erschienener Beitrag, in dem Prof. Dr. Ilka Parchmann, Direktorin der IPN-Abteilung Didaktik der Chemie, zu Wort kommt.

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Darin betont Parchmann, dass Neugier und praktische Erfahrungen zentrale Voraussetzungen für erfolgreiches naturwissenschaftliches Lernen sind. Entscheidend sei, dass Schüler*innen erleben, wie sie mit ihrem Wissen reale Fragestellungen lösen können. Solche „Wow-Momente“ – etwa durch Experimente oder anwendungsorientierte Aufgaben – machten deutlich, warum naturwissenschaftliche Inhalte relevant sind.

Zugleich verweist Parchmann auf strukturelle Herausforderungen im europäischen Bildungssystem. Sinkende Leistungen in MINT-Fächern und der zunehmende Mangel an qualifizierten Lehrkräften erforderten neue Ansätze in der Lehrkräftebildung und eine stärkere Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Schule. Programme, die Wissenschaft, Bildungseinrichtungen und Gesellschaft enger vernetzen, könnten hier wichtige Impulse geben.

In diesem Zusammenhang engagiert sich Parchmann auch als Botschafterin von Science Comes to Town. Das von der Europäischen Kommission geförderte Projekt möchte im Laufe des Jahres 2026 Wissenschaft über eine Vielzahl an Formaten stärker in die Gesellschaft tragen und damit unter anderem junge Menschen für naturwissenschaftliche Bildungs- und Karrierewege begeistern. Vor diesem Hintergrund hebt Parchmann hervor, wie wichtig es ist, Menschen frühzeitig mit Forschung in Kontakt zu bringen.

Den ganze Artikel können Sie (auf Englisch) online auf der Website von Science Comes to Town lesen unter: https://www.sciencecomestotown.eu/de/news/finding-right-chemistry-science-education