Welches fachliche Wissen sollten angehende Gymnasiallehrkräfte erwerben?

Journal articleResearch

Publication data


ByBirke-Johanna Weber, Daniel Sommerhoff, Anika Dreher, Aiso Heinze
Original languageGerman
Published inMitteilungen der Deutschen Mathematiker Vereinigung, 33(1)
Pages41-47
Editor (Publisher)De Gruyter
ISSN0942-5977, 0947-4471
DOI/Linkhttps://doi.org/10.1515/dmvm-2025-0013
Publication statusPublished – 03.2025

„Mein Eindruck ist, dass vielen Lehramtsstudierenden bei den hochschulmathematischen Fachvorlesungen nie ganz klar wird, wie ihnen dieses Wissen später beim Unterrichten helfen oder nützen wird. Ebenso bleibt die Motivation für die Auswahl des Vorlesungsstoffes oft unklar. Daher wird das Wissen häufig nur für Prüfungen gelernt und schnell wieder vergessen.“ (Mathematikdozent:in einer Universität ausBaden-Württemberg) – Die Beobachtungen, die in diesem Zitat zusammengefasst werden, werden sicherlich von vielen Mathematiker:innen geteilt, die in die Ausbildung von Gymnasiallehrkräften involviert sind. Immer wieder wird berichtet, dass die Leistungen, die Studierende erbringen, nicht den Erwartungen entsprechen, und die damit verbundene Frage aufgeworfen, was getan werden kann, um die Ausbildung von angehenden Mathematiklehrkräften an den Hochschulen zu stärken. Unklar ist jedoch bisher, inwiefern es bundesweit in der Hochschulmathematik eine ähnliche Einschätzung zur Ausbildung sowie ein geteiltes Verständnis davon gibt, wie eine gute fachliche Ausbildung für angehende Mathematiklehrkräfte aussehen kann. Wir haben daher eine entsprechende bundesweite Befragung durchgeführt, an der 424 Mathematikdozierende teilnahmen und ihre Einschätzung zur mathematischen Ausbildung von Mathematiklehrkräften und zum Entwicklungspotential des Lehramtsstudiums abgaben.