Überzeugungen von Lehramtsstudierenden als Prädiktoren individueller Nutzung und Gestaltung unterrichtbezogener Lern- und Lehrgelegenheiten beim Übergang in die Praxis

Teachers' beliefs as predictors of engagement in and formation of learning opportunities

Journal articleResearchPeer reviewed

Publication data


ByAndrea Bernholt, Tabea Kauper, Friederike Zimmermann, Lena Rösler
Original languageGerman
Published inPsychologie in Erziehung und Unterricht, 67(3)
Pages212-227
Editor (Publisher)Ernst Reinhardt Verlag
ISSN0342-183X
DOI/Linkhttps://doi.org/10.2378/peu2020.art17d
Publication statusPublished – 07.2020

Überzeugungen von angehenden Lehrkräften werden im Rahmen der Lehrerprofessionalisierung eine bedeutsame Rolle mit Blick auf den Studien- und Ausbildungserfolg, aber auch hinsichtlich späteren unterrichtlichen Handelns zugeschrieben. Konzeptionell werden sie hierbei nicht nur als gewünschter Output einer gelungenen Lehrerbildung gesehen, sondern steuern als individuelle Voraussetzung der angehenden Lehrkräfte auch deren Nutzung sowie die Gestaltung unterrichtsbezogener Lerngelegenheiten z.B. im Vorbereitungsdienst. In der vorliegenden Studie wird daher der Frage nachgegangen, inwieweit verschiedene Überzeugungsfacetten (Lehr- und Lerntheoretische Überzeugungen sowie implizite Fähigkeitstheorien) am Ende des Lehramtsstudiums die individuelle Nutzung unterrichtsbezogener Lerngelegenheiten sowie die Zielsetzung für die Gestaltung unterrichtlicher Lehrgelegenheiten zu Beginn des Vorbereitungsdienstes vorhersagen. Die vorliegenden Ergebnisse heben die Bedeutung von konstruktivistischen Lern- und konstruktiven Lehrüberzeugungen sowohl für die Nutzung unterrichtsbezogener Lerngelegenheiten als auch für die Zielsetzungen des eigenen Unterrichts im Vorbereitungsdienst hervor; implizite Begabungs- und Anstrengungstheorien der Studierenden über das Handeln als Lehrperson tragen hingegen kaum zur Aufklärung bei.