Die Rolle von Lernvoraussetzungsprofilen bei der Diagnose mathematischer Beweiskompetenz von Schüler*innen

Conference contribution (Article)Research

Publication data


ByMichael Nickl, Daniel Sommerhoff, Elias Codreanu, Stefan Ufer, Tina Seidel
Original languageGerman
Published inIDMI-Primar Goethe-Universität Frankfurt (Ed.), Beiträge zum Mathematikunterricht 2022: 56. Jahrestagung der Gesellschaft für Didaktik der Mathematik (vol. 3)
Pages1065-1068
Editor (Publisher)WTM
ISBN978-3-95987-207-2, 978-3-95987208-9
DOI/Linkhttps://doi.org/10.17877/DE290R-23299 (Open Access), https://doi.org/10.37626/GA9783959872089.0
Publication statusPublished – 05.2023

Beweise sind in der Fachmathematik von zentraler Bedeutung. Entsprechend wichtig erscheint es, Beweiskompetenz auch bei Schüler*innen adäquat aufzubauen (Reiss & Ufer, 2009). Um Schüler*innen dabei optimal zu unterstützen, müssen Lehrkräfte deren aktuellen Leistungsstand im Beweisen prozessbegleitend diagnostizieren können. Als wichtige Indikatoren für diese Diagnose haben sich Basiswissen, Methodenwissen sowie Wissen um Problemlösestrategien der Schüler*innen herausgestellt (Reiss & Ufer, 2009). Basiswissen entspricht dem Wissen über zentrale Definitionen und Zusammenhänge; es umfasst dabei Wissen um den Begriffsinhalt, den Begriffsumfang und das Begriffsnetz (Weigand et al., 2014). Methodenwissen umfasst Wissen über den korrekten Aufbau von Beweisen, insbesondere Wissen über Beweisschema, Beweisstruktur und Beweiskette (Heinze & Reiss, 2003). Im Hinblick auf Wissen über Problemlösestrategien haben sich einerseits das Wissen über heuristische Strategien, aber auch Wissen um metakognitive Strategien wie erfolgreiche Monitoring-Strategien als hilfreiche Indikatoren erwiesen (Codreanu et al., 2022; Schoenfeld, 1992).