Die Klasse an die Universität, die Masse an die anderen Hochschulen?: Wie sich Studierende unterschiedlicher Hochschultypen unterscheiden
Journal article › Research › Peer reviewed
Publication data
| By | Jochen Kramer, Gabriel Nagy, Ulrich Trautwein, Oliver Lüdtke, Kathrin Jonkmann, Kai Maaz, Rainer Treptow |
| Original language | German |
| Published in | Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 14 |
| Pages | 465-487 |
| Editor (Publisher) | Springer |
| ISSN | 1434-663X, 1862-5215 |
| DOI/Link | https://doi.org/10.1007/s11618-011-0213-4 |
| Publication status | Published – 2011 |
Tertiäre Berufsbildung in Deutschland findet an verschiedenen Hochschultypen statt: traditionell an der Universität, seit den 1970er-Jahren auch an Fachhochschulen und Berufsakademien. Die Studie widmet sich der Frage, wie sich die Eingangsvoraussetzungen der Studierenden in Bezug auf studienwahl- und studienerfolgsrelevante Merkmale zwischen den Hochschultypen unterscheiden. Sind keine Unterschiede auszumachen (Nivellierungsannahme) oder unterscheiden sich die Studierenden in kognitiver Leistung, Persönlichkeitsmerkmalen oder der sozialen Herkunft? Anhand einer großen Längsschnittstudie in Baden-Württemberg werden N=1.230 Studierende an Universitäten, Fachhochschulen und Berufsakademien/Duale Hochschule Baden-Württemberg miteinander verglichen. Betrachtet werden die Fachbereiche Technik und Wirtschaft. Es wird gezeigt, dass in den Eingangsvoraussetzungen der Studierenden signifikante Unterschiede zwischen den Hochschultypen existieren und zwar in allen drei Merkmalsbereichen (kognitive Leistung, Persönlichkeit und soziale Herkunft). Die relative Bedeutung der Merkmalsbereiche für die Unterschiede zwischen den Hochschultypen wird bestimmt und Implikationen der Befunde werden diskutiert.